Autoversicherung: Wenn wechseln, dann richtig

Erstellt am 18. November 2011 von admin

Pünktlich zum 30. November wird die Autoversicherung Jahr für Jahr wieder eines der beherrschenden Themen in den Medien. Kein Wunder – ist das Datum doch Stichtag für den Wechsel des Versicherers. Und in den vergangenen Jahren versuchten viele Unternehmen, mit günstigen Prämien Neukunden anzulocken. Allerdings dürfte dieses Jahr mit dieser Vertriebspolitik Schluss sein. Experten rechnen eher mit einem umgekehrten Trend, die Autoversicherung wird mit großer Wahrscheinlichkeit teurer und damit das genaue Hinschauen zunehmend wichtiger.

Trotz der Tatsache, dass die Kfz-Versicherung in Deutschland zu den Pflichtversicherungen im Straßenverkehr gehört, ist das Wissen vieler Verbraucher eher lückenhaft – speziell, was die entscheidenden Details betrifft. Dabei ist es mit dem Wechsel zu einem günstigeren Versicherer längst nicht getan.

Kfz-Versicherung – was drin ist zählt

Die Lücken im Versicherungswissen beginnen in der Regel schon beim Stichtag 30. November. Viele Autofahrer gehen davon aus, dass nur zum Jahresende der Versicherungswechsel möglich ist. Eine Ansicht, die schnell teuer werden kann. Denn der Gesetzgeber gesteht dem Versicherten über § 40 Abs 1 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) ein Sonderkündigungsrecht für den Fall zu, dass der Versicherer die Prämie erhöht – ohne entsprechende Anpassung der Leistung.

Der Versicherungsnehmer hat also nach einer Beitragserhöhung auch in den restlichen elf Monaten des Jahres die Chance, seine Autoversicherung zu wechseln. Allerdings nur in einem Zeitraum von vier Wochen nach der Beitragserhöhung.

Günstige Versicherungen – mehr als der Beitrag

Für den Versicherungswechsel lassen sich viele Autofahrer – leider – immer noch in erster Linie vom Beitrag leiten. Dabei sind sich Experten einig, dass es auf wesentlich mehr ankommt, wenn man eine günstige und leistungsfähige Kfz-Versicherung in Anspruch nehmen will. Dazu gehören unter anderem ausreichend hohe Deckungssummen in der Haftpflichtversicherung, die nach Expertenmeinung übrigens höher als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung ausfallen sollten.

Darüber hinaus sind es viele kleine Vertragsdetails, welche letztendlich entscheidend sein können. Wie der Rabattretter, der im Schadensfall bares Geld für den Versicherten wert sein kann. Oder eine möglichst lange andauernde Neuwertversicherung, die beim Totalschaden nicht den Zeit-, sondern den Neuwert des PKW ersetzt. Wer sich für eine neue Autoversicherung entscheiden will, muss deshalb unbedingt die Versicherungsbedingungen im Detail prüfen.

Denn speziell in den Kaskoversicherungen verstecken sich mitunter Regelungen, welche auf den 1. Blick kaum ins Gewicht fallen, im Schadensfall aber erhebliche Auswirkung haben – etwa bei einem Wildunfall oder bezüglich der Werkstattbindung, welche den Versicherten erheblich einschränken kann.

Übrigens: Nicht immer sind es hohe Beiträge, die zum Nachteil der Versicherten werden – auch wenn der Versicherer Leistungen neu gestaltet, kann es durchaus sein, dass sich das Gleichgewicht zuungunsten der Verbraucher verschiebt.

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